Neuro-Enhancement – mit Kreatin, Omega 3 & Co. die Gehirnleistung auf natürliche Weise steigern

Wie kann man sein Gehirn auf Hochleistung bringen?

Wer unter ständiger Konzentrations- und Leistungsstörung leidet, sucht nach allen Faktoren, die diese Beeinträchtigung hervorgerufen haben könnten. Meist ist die Anlaufstelle: Ernährung, Wasserzufuhr, Bewegung, Work-Life-Balance oder Stress. Dabei ist neben der mentalen Stärke und sportlichen Aktivität tatsächlich die Ernährung ein besonders ausschlaggebender Faktor, der die Funktionalität des Gehirns massiv beeinträchtigt. Fehlen aufgrund falscher Ernährung nur wenige essenzielle Mikronährstoffe, verringert sich sofort die Leistungsfähigkeit des Gehirns. Ein dauerhafter Mangel kann nicht nur eine allgemeine Leistungsschwäche oder schwerwiegenden Gedächtnisschwund hervorrufen, sondern auch Krankheiten wie Demenz verursachen.

Der medizinische Begriff Neuro-Enhancement bezeichnet alle Präparate, die die Stimulation psychoaktiver Vorgänge im Gehirn und damit notwendiger Neuro-Transmitter-Prozesse in Rekordzeit steigern und optimieren sollen. Dazu zählen insbesondere verschreibungspflichtige, aber auch frei verfügbare Stimulantien, die einerseits das Gemüt berauschen und andererseits kognitive Leistungs- und Konzentrationsfähigkeiten bis zum Maximum ansteigen lassen können. Neben den verschreibungspflichtigen oder verbotenen Amphetaminen wie Ecstasy, Crystal Meth oder Ritalin sowie Antidepressiva und Beta-Blocker gibt es bekannte frei verkäufliche Substanzen wie Koffein oder Energy Drinks, die schnell, jedoch nur für kurze Zeit etwaige Müdigkeit, Leistungseinbrüche oder gar Schlaf überbrücken sollen.

Um jedoch den Organismus auf natürliche Weise zu unterstützen, etwaige Langzeitschäden durch Psychopharmaka zu vermeiden und Leistungsschwächen auf Dauer zu beheben, bedarf es den unkomplizierten Einsatz von essenziellen Mikronährstoffen.

Wassermangel

Das Gehirn hat einen immensen Bedarf an Energie. Der Verbrauch ist hier höher als in jedem anderen Bereich des Körpers. Somit benötigt es den größten Anteil an Nährstoffen und Wasser. Wassermangel ist fast immer der Grund, warum die Konzentrationsfähigkeit gestört ist. Da der Körper und insbesondere das Gehirn zum großen Teil aus Wasser bestehen und dieses schnell verbrauchen, ist der Organismus zwingend von einer regelmäßigen Flüssigkeitszufuhr abhängig. Ein Wasser-Defizit von nur einem Prozent kann bereits bedrohliche Funktionsstörungen des neuronalen Netzes bewirken. Aus diesem Grund ist es hilfreich, stündlich ein Glas frisches Wasser zu trinken, um keineswegs in einen Mangel zu geraten. Am Ende des Tages sollten zwei bis drei Liter, bei sportlicher Aktivität sogar drei bis vier Liter, erreicht werden, um den Mindestbedarf zu decken.

Mikronährstoffmangel

Ein Mikronährstoffmangel entsteht, sobald aufgrund von falscher Ernährung essenzielle Mikronährstoffe fehlen. Eine ausreichende Versorgung mit wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen, Proteinen und Fetten ist lebensnotwendig, denn sie sind explizit für eine optimierte Durchblutung des Gehirns und dem Schutz der Nervenzellen verantwortlich. Liegt ein Mangel vor, können Gedächtnisstörungen oder gar Demenz hervorgerufen werden.

Mikronährstoffe sind somit natürliche Mittel zur Leistungssteigerung des Gehirns. Ist es mit allen essenziellen Nährstoffen versorgt, funktioniert es einwandfrei und leistungsstark. Folglich bleibt die Konzentration für einen langen Zeitraum bestehen und ermöglicht so ein effizientes Arbeiten.

Die folgenden fünf Mikronährstoff-Gruppen sind fürs Gehirn essenziell und helfen, Konzentrations- und Leistungsschwächen umgehend zu beheben.

1. Vitamin D3 steuert die neuronale Kommunikation

Vitamin D3 wird oft als Sonnenvitamin bezeichnet. Dies liegt daran, dass der Körper es ausschließlich mit Hilfe der Sonne produzieren kann. Vitamin D3 ist zwar in geringen Mengen in tierischen Lebensmitteln zu finden, diese reicht jedoch bei weitem nicht aus, um den hohen Bedarf des Vitamins zu decken.

Indem die UVB-Strahlen der Sonne die menschliche Haut durchdringen, aktivieren sie die hauteigenen Enzyme, wodurch schließlich das Vitamin D3 umgewandelt wird. Allerdings gelangen UVB-Strahlen nur im Höchst-Stand der Sonne auf die Erde und damit auf unsere Haut, sodass die Mittagszeit zwischen 12 und 15 Uhr am besten für ein kurzes Sonnenbaden geeignet ist.

Hoher Vitamin D3-Bedarf des Körpers

Da in den kälteren Monaten nicht ausreichend UVB-Strahlen erreichbar sind, ist es zwingend nötig, das Vitamin D3 zu supplementieren. Im Gegensatz zu den anderen wasserlöslichen Vitaminen ist das Vitamin D3 zwar fettlöslich und kann daher über die Winter-Monate im Körper gespeichert und je nach Bedarf verbraucht werden. Dennoch ist der tägliche Verbrauch des Sonnenvitamins mit zwei bis drei Tausend Einheiten enorm hoch, wodurch eine Deckung durch Nahrungsergänzungsmitteln nötig wird. Denn Vitamin D3 bedingt viele körpereigene Prozesse, die für die Gesundheit essenziell sind. Es stärkt im wesentlichen die Knochen, das Herz-Kreislauf-System und das Immunsystem.

Aber wichtiger ist: Vitamin D3 ist für den Schutz der Nervenzellen, für die Steuerung der Enzym-Prozesse der Neurotransmitter und des Calcium-Spiegels und damit für ein funktionsfähiges Gehirn zuständig. Verschiedene Hirnbereiche, wie der Hypothalamus oder Hippocampus, und die meisten Körperzellen besitzen zahlreiche Andockstellen für das Vitamin D3, was beweist, wie wichtig dieses Vitamin für das gesamte Nervensystem ist.

Ein Vitamin D3-Mangel verursacht Gedächtnisverlust

Vitamin D3-Mangel verursacht u. a. schwere neuronale Störungen.

Besteht ein Mangel an Vitamin D3, können weder neuronale Signale übertragen, noch neue Nervenverbindungen gebildet werden. Bei einem Vitamin D3-Defizit werden somit nicht nur Beeinträchtigungen der Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit oder mentale Defekte wie Stress und Depressionen hervorgerufen, sondern auch Krankheiten wie Alzheimer, Demenz, Epilepsie, Schizophrenie und Krebs. Zudem sind Lungen- und Herz-Krankheiten, Hashimoto und Knochenkrankheiten wie Multiple Sklerose und Osteoporose besonders häufige Auswirkungen des Vitamin D3-Mangels.

Die Brisanz bei neuronalen Störungen ist vor allem die Steuerung der Neuroplastizität, also die „Umbaufähigkeit“ des Gehirns. Vitamin D3 steuert und ermöglicht die sog. Langzeit-Potenzierung von Lern-Inhalten, die vorwiegend über den Hippocampus synaptische Zellverbindungen herstellt. Das bedeutet, dass bei Vitamin D3-Mangel das Gedächtnis nicht richtig ausgebildet wird und es daher zu Gedächtnisverlust führen kann. Sowohl das Lernen von und die Aufmerksamkeit auf Lerninhalte wird erschwert, als auch das Belohnungszentrum im Gehirn kann nicht mehr aktiviert werden. Konzentrationsstörungen entstehen, die Motivation zum Lernen sinkt, Stimmungsschwankungen treten auf und neuronale Langzeitschäden können die Folge sein.

Was ist die Empfehlung für die Vitamin D3-Supplementation?

Vitamin D3 sollte, insbesondere bei bereits auftretenden Lern- und Konzentrationsstörungen, täglich zwischen 3.000 bis 5.000 I.E. an Tropfen eingenommen werden (ein Tropfen entspricht meist 1.000 I.E.), um eine optimale präventive oder therapeutische Wirkung zu erzielen. Es gibt sie auch in Tablettenform, allerdings kann hier die Dosierung nicht optimal angepasst werden. Das fettlösliche Vitamin wird in Olivenöl, Kokosöl oder MCT-Öl aufgenommen. Eine optimale Wirksamkeit hat es, wenn das Vitamin in Kombination mit dem Vitamin K2 – davon am besten in der Form MK-7– eingenommen wird.

2. B-Vitamine sind für Entspannung und Konzentration zuständig

Es gibt acht essenzielle B-Vitamine, die unterschiedlich auf die Nerven und auf den Gehirn- und Energiestoffwechsel einwirken. Sie sind wasserlöslich und können daher nicht vom Körper gespeichert werden, weshalb sie täglich über die Nahrung aufgenommen werden müssen. B-Vitamine unterstützen nicht nur die Funktionalität des Gehirns, sondern steuern auch als Co-Enzyme wichtige Enzym-Prozesse des Körpers.

Die acht B-Vitamine bestehen aus B1 (Thiamin), B2 (Roboflavin), B3 (Niacin), B5 (Pantothensäure), B6 (Pyridoxin), B7 (Biotin), B9 (Folsäure) und das wichtigste B12 (Cobalamin). Zur gesunden Funktionalität des Nervensystems sind insbesondere die Vitamine B1, B6, B9 und B12 von enormer Bedeutung. B-Vitamine sind hauptsächlich in tierischen Lebensmitteln wie Eier, Leber, Geflügel und Fisch vorhanden, wobei sie auch in Vollkornprodukten, Bananen, Hefe, Bohnen, Erbsen, Kartoffeln, Karotten, Avocados und Getreidekeimen enthalten sind.

Ein Vitamin B-Mangel verursacht Stimmungsschwankungen

Da B-Vitamine bei der Energie-Gewinnung helfen und wichtige Nährstoffe wie Proteine, Fette und Kohlenhydrate verstoffwechseln, äußert sich ein B-Vitamin-Mangel vor allem in ständiger Müdigkeit, Stimmungsschwankungen, Erschöpfung sowie in Konzentrations- und Gedächtnisstörungen. Das liegt daran, weil B-Vitamine zur Bildung essenzieller Neurotransmitter wie Serotonin und Dopamin beitragen. Entfällt beispielsweise die Ausbildung des Glückshormon Serotonin, führt dies zur Unruhe, Unzufriedenheit und Frustration. Ist die Ausschüttung des Hormons Dopamin gestört, führt dies zur Konzentrationsschwäche und Lernunfähigkeit. Ein konzentriertes Lernen ist damit unmöglich.

Schwere Folgen eines Vitamin B12-Defizits

Ein Vitamin B12-Defizit ruft schwere Funktionsstörungen hervor.

Hier fällt vor allem das Vitamin B12 ins Gewicht. Dieses Vitamin verringert größtenteils Erschöpfungszustände wie Trägheit und Müdigkeit. Aber auch Haarausfall, Hautblässe und Blutarmut können Folgen eines B12-Mangels sein. Besteht eine dauerhafte, nahezu chronische Vitamin B12-Unterversorgung, sind gravierendere Symptome möglich: Übelkeit, Appetitlosigkeit, Verdauungsstörungen, Muskelschwäche, Herzschwäche, Kopfschmerzen sowie Depression.

Da dieses Vitamin ausschließlich in tierischen Produkten enthalten ist, müssen primär Vegetarier und Veganer sich um eine ausreichende Supplementation des Vitamin B12 kümmern. Auch Schwangere sollten den erhöhten Bedarf an Vitamin B12 bedenken, da wesentliche neurologische Verbindungen des Ungeborenen bereits im Bauch der Mutter hergestellt werden. Denn ein bedenklicher Vitamin B12-Mangel in der Schwangerschaft verursacht erhebliche Sprach-, Sprech- und Schreibstörungen im Kindesalter.

Was ist die Empfehlung für eine Vitamin B-Supplementation?

Ein Vitamin B-Komplex, das alle acht B-Vitamine beinhaltet, verringert Stressanfälligkeit und stärkt das Gedächtnis. Es macht aufmerksamer und wacher und damit konzentrierter sowie leistungsfähiger. Da B-Vitamine wasserlöslich sind und die Energie enorm steigern, sollten sie ausschließlich nüchtern und am Morgen oder ein paar Stunden nach einer Mahlzeit eingenommen werden. Nur bei Magenprobleme dürfen sie ausnahmsweise mit einer leichten Speise konsumiert werden.

Die Menge variiert je nach Bedarf zwischen ein bis zwei Tabletten oder Kapseln täglich, die nicht überschritten werden sollte, da das Vitamin B-Komplex das beste Verhältnis aller acht essenziellen B-Vitaminen aufweist. In seltenen Fällen kann eine Überdosis schädlich sein.

3. Omega 3 schützt die Zellen vor Entzündungen

Omega 3-Fettsäuren, die fast ausschließlich in Fisch-Erzeugnissen enthalten sind, haben neben der Protein-Synthese und der Hormon-Produktion vor allem eine bedeutsame Aufgabe im Nervensystem: sie schützen die Zellmembranen der Gehirnzellen und bewahren sie so vor Entzündungen. Bei einer normalen Funktion der Zelle gelangen alle Nährstoffe unkompliziert durch die weiche und flexible Zellhülle. Dadurch können die Stoffwechsel-Schlacken die Zelle ebenso einfach wieder verlassen.

Bei einer unzureichenden Omega 3-Zufuhr können die Nährstoffe die nun harte und schwer durchlässige Zellmembran schwer passieren, wodurch auch die Schlacken wiederum sehr mühsam die Zelle verlassen können. Dadurch entstehen zelluläre Entzündungen und damit gefährliche Störungen: vor allem in Gehirn- und Nervenfunktionen, aber auch in der mentalen Ausgeglichenheit, im Herz-Kreislaufsystem, in der Haut-Elastizität, in den Organen und bei Stoffwechsel-Prozessen und in den Gelenken sowie Muskeln.

Ein Omega 3-Mangel führt über Gedächtnisschwund bis hin zu Epilepsie

Omega 3-Mangel schwächt nicht nur das Gehirn, sondern den ganzen Körper.

Da das Gehirn zu etwa dreißig Prozent aus Fett besteht und eine dauerhafte Zufuhr an essenziellen Fettsäuren bedarf, zeigt sich ein Omega 3-Mangel im Gehirn vor allem durch eine verlangsamte Kommunikationsgeschwindigkeit der Nervenzellen, indem, wie oben beschrieben, die Zellmembran undurchlässiger und so die Verstoffwechslung erschwert wird. Insbesondere starke Konzentrationsprobleme, Gedächtnisausfälle und Gemütsschwankungen sind die Folge. Bei dauerhaftem Defizit an Omega 3 äußern sich Übergewicht, Muskelkrämpfe oder gar epileptische Krampfanfälle.

Allerdings muss auch beachtet werden, dass das Verhältnis zwischen Omega 3 und seinem Mitspieler Omega 6 idealerweise bei 3:1 sein muss. Omega 6 ist in den schlechteren Fetten der Ernährung zu finden und wird durch eine einseitige und unausgewogene Ernährungsweise im Übermaß dem Körper zugeführt. Dadurch vermindert sich die Aufnahme von Omega 3 und verschlechtert das Verhältnis zwischen beiden Fettsäuren. Um diesem entgegen zu wirken, muss auf eine Omega 3-reiche Zufuhr oder eine Omega 3-Supplementation geachtet werden.

Wie wird Omega 3 supplementiert?

Omega 3 ist primär in fettigem Fisch wie Lachs, aber auch in pflanzlichen Ölen wie Raps, in Samen wie Chiasamen oder Leinsamen, in Kernen wie Sonnenblumen- oder Kürbiskernen sowie in Nüssen wie Walnüssen oder Haselnüssen enthalten. Wird zu wenig durch die Nahrung konsumiert, bedingt sich die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln.

Omega 3 wird als hochwertiges Fisch-Öl in Form von Kapseln oder als Öl-Flaschen angeboten, wobei das Fisch-Öl in Flaschen dem persönlichen Bedarf besser angepasst werden kann. Dies ist vor allem dann sinnvoll, wenn neuronale Fehlfunktionen vorliegen und die Dosierung höher liegen muss.

Auch bei Krampfanfällen wie Epilepsie bewirkt eine therapeutische Anwendung von Omega 3 eine deutliche Verbesserung der entzündeten oder gestörten Nervenverbindungen.

Die tägliche Einnahme von 0,1 bis 0,3 ml täglich pro Kilogramm Körpergewicht liefert die beste Wirkung. Es sollte zu den Mahlzeiten eingenommen werden, da es so besser aufgenommen werden kann.

4. Magnesium: das Anti-Stress-Mineral

Ohne Magnesium würde im Körper kaum ein Stoffwechselvorgang funktionieren, da es bei fast allen enzymatischen Prozessen beteiligt ist. Aus diesem Grund besteht ein enormer Tages-Bedarf an Magnesium – zwischen 300 und 400 mg pro Tag – , was ausschließlich über die Nahrung oder Haut aufgenommen werden kann.

Magnesium wird oft als Anti-Stress-Mineral bezeichnet, weil es wesentlich zur Reduktion der Stresshormone Adrenalin und Cortisol im Blut beiträgt. Es verbessert u.a. die Durchblutung im Gehirn, was zur besseren Denk- und Konzentrationsleistung und zur Senkung des Schlaganfall-Risikos führt. Ebenso senkt es den Blutzuckerspiegel und gleicht Insulin aus, wodurch Heißhunger-Attacken reduziert werden. Folglich verbessert es die Schlafqualität und hilft zudem beim erholsamen Einschlafen.

Magnesium entspannt hauptsächlich die Muskeln, weshalb Sportler aufgrund des intensiven Trainings auf eine zusätzliche Magnesium-Versorgung achten. Auch lindert es bei Frauen Periodenschmerzen, indem Magnesium die Gebärmutter-Muskulatur entspannt. Da es essenziell für die Aktivierung von enzymatischen Reaktionen ist, wirkt es entzündungshemmend und unterstützt sowie schützt die Schilddrüse.

Ein Magnesium-Defizit führt zu Muskelkrämpfen und Schlafstörungen

Muskelkrämpfe und Augenzittern sind meist die Folge von Magnesium-Mangel.

Viele Menschen bemerken bei Unruhe nicht nur Unkonzentriertheit beim Lernen und wohl möglich leichtes Herzrasen, sondern oft auch ein Muskelzittern im Gesicht, z. B. am Augenlid oder an der Backe, oder auch an Armen sowie Beinen, vorzugsweise an den Waden. Kommt dieses häufiger vor, wird es unangenehm und man erklärt sich dies durch Stress oder Ähnliches. Dass dies jedoch eine Folge von akutem Magnesium-Mangel darstellt, wissen nur wenige. Ein Magnesium-Defizit zeigt sich häufig durch Muskelschmerzen, -schwächen, -verspannungen oder Muskelkrämpfen. Dadurch entstehen Kopfschmerzen, Gemütsschwankungen, Schlafstörungen und Stressanfälligkeiten. Magnesium hilft, den Körper zu entspannen, innere Ruhe zu finden und Verkrampfungen zu lösen. Zudem können „restless-legs“ – das sind unruhige, nervöse Beine – mit einer erhöhten Versorgung an Magnesium abgemildert werden.

Wie wird Magnesium supplementiert?

Magnesium wird am besten über die Haut absorbiert, um schneller und intensiver zu wirken. Hier ist die Verwendung als Magnesium-Öl-Spray am effektivsten, wobei die Bezeichnung Öl irreführend ist, da dies nur in Wasser aufgelöstes Magnesium ist. Abgefüllt in einer kleinen Spray-Flasche, kann es je nach Bedarf mit etwa drei bis vier Pump-Zügen auf Arme und Beine gesprüht werden. Es sollte ein paar Minuten einwirken, bevor die Kleidung darüber gestrichen wird.

Es kommt vor, dass nach der Sprüh-Gabe ein leichtes Kribbeln auf der Haut zu spüren ist, was zeigt, dass das Magnesium tatsächlich über die Haut absorbiert wird und keineswegs eine Überreaktion der Haut darstellt. Es sollte demnach nicht aus Sorge wieder abgewischt werden.

Zwar kann Magnesium auch als Pulver oder Kapseln eingenommen werden. Der Richtwert liegt hier zwischen 300 und 400 mg Magnesium täglich. Es benötigt durch die Verstoffwechslung jedoch viel länger, um zu wirken und kann letztlich die Wirkung aufgrund des längeren Körperprozesses deutlich abschwächen.

5. Kreatin ist der ultimative Energielieferant

Das griechische Wort „kreas“ in Kreatin heißt übersetzt „Fleisch“, was auf das Kreatin-Vorkommen in tierischen Produkten hindeutet. Kreatin kann unser Körper aus drei Aminosäuren (Arginin, Glycin, Methionin) selbst herstellen, wenn wir ausreichend Fleisch- und Fisch-Produkte konsumieren. Doch die Muskeln, das Herz und vor allem das Gehirn sind wahre „Energiefresser“. Wird das Gehirn also nur noch unzureichend mit Energie versorgt, sind Müdigkeit, Leistungsschwäche und Konzentrationsprobleme die Folgen.

Kreatin verschafft dem Gehirn folglich reichlich Energie, damit es nicht so schnell ermüdet. Außerdem ist es ein Antioxidant und schützt die Nervenzellen.

Ein Kreatin-Defizit stört die Regenerationsfähigkeit

Eine erhöhte Stressanfälligkeit ist die Folge von Kreatin-Mangel.

Vorwiegend zur Leistungssteigerung der Muskelkraft gedacht, besitzt Kreatin also essenzielle Vorzüge fürs Gehirn. Bei einem Mangel an Kreatin wirkt sich dies in einer erhöhten Stressanfälligkeit, Leistungsschwäche sowie Regenerations-Störung aus. Ebenso leidet das Erinnerungsvermögen und die Intelligenz unter einem Kreatin-Mangel, da folglich auch die Sauerstoffzufuhr zum Gehirn verringert wird. Ein hoher Erschöpfungsgrad nach gesteigerter Denkarbeit und kurzem Schaffensdrang ist die Folge.

Mikronährstoff-Experten empfehlen bei Nervenerkrankungen die tägliche Einnahme von 3 Gramm Kreatin als Kur über zwölf Wochen lang.

Da Kreatin den Mikronährstoff Magnesium bindet, ist es wichtig, den Bedarf an Magnesium anzupassen und ergänzend zu supplementieren.

Wie ist Kreatin zu supplementieren?

Kreatin ist vor allem in Fleisch- und Fischprodukten verfügbar und gilt unter Sportlern als der Baustein zum Muskelaufbau als auch -erhalt. Kreatin entzieht dem Körper Wasser, was zu einer erhöhten Muskelmasse führt.

Wer nicht unnötig viel an Fleisch und Fisch konsumieren möchte, kann zusätzlich Kreatin als Nahrungsergänzungsmittel einnehmen. Allerdings eignet sich auch die berühmte Fleischbrühe zur größeren Aufnahme des Spurenelements. Kreatin kann als Kapseln oder Pulver supplementiert werden. Als geschmackneutrales Pulver wird es in Wasser aufgelöst und zügig getrunken.

Der durchschnittliche körpereigene Bedarf beträgt täglich etwa 3 g reines Kreatin Monohydrat, was nicht überschritten werden darf, da es sonst zu Magen-Darm-Beschwerden führen kann – wobei die Menge je nach sportlicher Aktivität und Körpermasse stark variieren kann. Darüber hinaus wandelt die Niere überschüssiges Kreatin in Kreatinin um, was wiederum schnell ausgeschieden wird.

Weitere Mikronährstoffe

Die fünf behandelten Mikronährstoffe sind essenziell, wenn es um effizientes, hochkonzentriertes und leistungsstarkes Arbeiten und Lernen geht. Um also einer drohenden Abhängigkeit von Kopfschmerztabletten vorzubeugen, lohnt es sich, sich erst einmal der Ernährung und dem Wasserhaushalt zu widmen. Auch alle anderen Nährstoffe, die in Gemüse, Obst, Fleisch etc. vorkommen, sind ebenso zu beachten. Manchmal hilft ein Glas frisches Wasser oder ein Spaziergang an der frischen Luft dem Gedächtnis wieder auf die Sprünge.

Hinweis: Die oben genannten Richtwerte und Hinweise auf mögliche Ursachen, die das Gehirn und neuronale Prozesse betreffen, sind ausschließlich als Indizien zu werten. Bei starken Beschwerden konsultieren Sie zur Sicherheit bitte immer Ihren Hausarzt.

ncl

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