15 wirksame Hilfsmittel, den Dauerstress zu reduzieren

Dauerstress schädigt Körper und Seele.

Stress ist eigentlich eine sinnvolle Reaktion im Körper, die Leistungsfähigkeit kurzfristig zu steigern, wie auch zum Thema „Zeitdruck“ beschrieben wurde. Doch andauernde körperliche und psychische Stressreize können den Organismus enorm schaden. Neben der Immunabwehr betrifft dies besonders die Gedächtnisregion des Gehirns, wenn das Erinnerungsvermögen schwindet. Blockaden, Blackouts und Kommunikationsstörungen sind die Folge. Damit es nicht soweit kommt, sind hier die 15 wirksamsten Methoden zusammengestellt, die den Dauerstress deutlich reduzieren

1. Mindset und Positivismus

Das Mindset zu stärken ist in aller Munde. Endlich wieder Zufriedenheit zu verspüren, funktioniert jedoch nur mit einer guten Vorbereitung auf Stresssituationen. Die Einstellung zu Alltagsgeschehnissen muss sich ändern. Indem man positiver in die Zukunft schaut und die schönen Momente täglich Revue passieren lässt, wird Dankbarkeit und Zufriedenheit automatisch einkehren. Hier hilft z. B. der Trend des Bullet Journaling, wodurch man sich mit täglicher Selbstreflektion mental stärken kann.

2. Ruhe

In der Ruhe liegt sprichwörtlich die Kraft. Durch Meditation oder Bittgebete können Körper und Geist entspannen. Mit Hilfe von Yoga oder Pilates werden Bewegungsabläufe zur innerlichen Achtsamkeit gelenkt. Auf den Körper zu hören, in sich hineinzuhorchen, um den Körper besser wahrzunehmen und Unregelmäßigkeiten erkennen zu können, ist eine wichtige Fähigkeit, die mehr denn je in den Alltag integriert werden sollte. 

3. Bewegung

Stress lässt sich sehr gut durch sportliche Aktivität abbauen. Innere Angespanntheit, sowohl körperliche als auch psychische, löst sich beispielsweise auch durch ausgedehnte Spaziergänge in der Natur. Die ätherischen Öle der Baum- und Sträuchervielfalt öffnen die Atemwege und entspannen die Muskeln. 

4. Stressfaktoren finden und reduzieren

Es ist wichtig, genau zu reflektieren, welche Stressreize den Körper besonders beeinflussen. Hilfreich ist hierzu, die täglichen Stressfaktoren in einem bestimmten Zeitraum zu dokumentieren, um die schädlichen Aggressoren herauszufiltern. Einmal erkannt, gilt es, diese schnellstmöglich zu reduzieren oder gar gänzlich aus dem Weg zu gehen. 

5. Abschalten

Abzuschalten ist eines der schwierigsten Unternehmungen in unserer beschleunigten und schnelllebigen Welt. Dabei ist es derart wichtig, Abstand von belastenden Gedanken und Gefühlen zu gewinnen. Tagebuch zu führen, Emotionen zu verschriftlichen, alle Geschehnisse aufzuschreiben, kann enorm hilfreich sein. Der Kopf ist hinterher frei, um sich mit wirklich wichtigen Dingen zu beschäftigen. Abschalten kann man auch durch das Lesen von Büchern, indem man in die Geschichten anderer eintaucht und so den nötigen Abstand gewinnt. 

6. Atem- und Achtsamkeitsübungen

Den Fokus bewusst auf die Atmung zu legen, verlangsamt das Herz und entspannt die Muskeln. Bei Dauerstress haben sich laut Forschungsergebnissen die neueren Achtsamkeits- sowie Atemübungen bewährt. Indem durch konkrete tiefe Atemzüge stärker in die Lunge und in den Bauchraum geatmet wird, verringert sich die Ausschüttung von Stresshormonen und der Körper “entspannt”. Tai Chi und Qi Gong sind bekannte Atem- und Achtsamkeitsübungen, die den inneren Einklang wiederherstellen können.

7. Tagträumen

Tagträumen ist eine fast vergessene Ablenkung. Den Gedanken freien Lauf zu lassen und Geschehnisse zu reflektieren, ohne sie unnötig zu bewerten, ist eine schwierige Alltagskunst geworden. Denn Bewertungen, Einordnungen und kritische Einschätzungen rufen fast immer unbewusst Ängste hervor und bewirken die Flucht vor Konfrontationen sowie oft auch die Isolation der eigenen Gefühle. Tagträumen im offenen Kontext und mit nicht bewertendem Gedanken-Flow verursacht jedoch das Gegenteil: das Wechseln der Sicht auf die umgebenden Einflussfaktoren ins Positive. 

8. Hobbies

Hobbies sind nicht erst seit Freuds Triebtheorie die ideale Entlastung im Alltag. Wer eine Auszeit nehmen möchte, um Stress abzubauen, findet in den zahlreichen Freizeitbeschäftigungen den geeigneten Ausgleich zum stressigen Alltagstrott. Auch Freunde zu treffen und sich bei einem gemütlichen Zusammensein eine erholsame Pause zu gönnen, ist für Stressmomente eine willkommene Abwechslung.  

9. Stressfrei essen

Die Ernährung ist ebenfalls ein nicht unbedeutender Aspekt, um Dauerstress zu mindern. Denn, wie in diesem Blogbeitrag beschrieben, verursacht der Darm in den meisten Fällen die Stresszustände in unserem Körper. Gesunde und probiotische Ernährung kann hierbei Abhilfe leisten. Auch stressfrei und in Ruhe zu essen ist ein wesentlicher Aspekt in der Darm- und Stress-Gesundheit. Alles fast unzerkaut in den Rachen zu werfen und hektisch zu verschlingen, verursacht unangenehme Bauchschmerzen und schädigt damit den Darm, wodurch der Dauerstress vorprogrammiert ist. 

10. Wasser

Es bedarf keiner Erklärung, dass der Flüssigkeitshaushalt im Organismus stetig im Gleichgewicht sein muss. Da der Körper zu knapp 70% aus Wasser besteht und diesen für die Zellentwicklung, Verdauung und weiteren Vorgänge benötigt, muss er kontinuierlich mit Wasser aufgefüllt werden. Das bedeutet, dass am Tag möglichst 2-3 Liter reines Quellwassers getrunken werden sollten. 

11. Lachen

Lachen tut gut. Es gibt niemanden, der es hasst zu lachen. Denn Lachen macht gute Laune. Es löst Verspannungen im Körper und erleichtert psychische Verhärtungen. Comedy-Witze zu hören, lustige 9Gag-Videos anzuschauen oder mit Freunden über peinliche Situationen zu lachen sind Dinge, die den Abbau von freien Radikalen bzw. oxidativem Stress im Organismus fördern. Stress kann folglich dem Körper nichts mehr anhaben. 

12. Ordnung und Zeitmanagement

Ordnung ist bekanntlich das halbe Leben. Und wenn alle Dinge im Leben geordnet sind, ist man folglich auch innerlich geordnet und damit stressfrei. Dazu ist vor allem die Tages- und Wochenplanung zu organisieren. Mit einem sinnvollen Zeitmanagement, um die wesentlichen ToDos nicht aus den Augen zu verlieren. Denn viele kleine Aufgaben können die wichtigen Alltags-Erledigungen schnell aus dem Gedächtnis schwinden lassen. Planloses Umherüberlegen und ungezieltes Abarbeiten von ToDos lassen den Alltag schnell in Stress umwandeln, wodurch eine Entspannung oder Pause auch im hektischen Alltag nicht mehr zustande kommt. 

13. Wärme

Wärme ist ebenfalls ein wirkungsvolles Mittel, Dauerstress zu reduzieren. Durch Stress verkrampfen sich die Muskeln im Körper. Wenn dies ein Dauerzustand ist, können chronische Schmerzen im gesamten Körper auftreten, die schließlich beim Physiologen oder gar Orthopäden behandelt werden müssen. Eine volle Wärmflasche oder ein erwärmtes Kirschkernkissen auf die betroffenen Körperregionen gelegt, kann in einem frühzeitigen Stadium die Verspannungen lösen, den Stress aus dem Körper reduzieren, wodurch sich auch der Allgemeinzustand des Organismus verbessert. 

14. 80%

Dass man immer 100% geben möchte, ist selbstverständlich. Doch der erhöhte, meist selbst verursachte Leistungsdruck kann schnell zu chronischem Dauerstress werden. Um sich also nicht dauernd unter Druck zu setzen, reicht es meist aus, nur 80% der Leistungsfähigkeit nutzen zu wollen. Mit diesem Hinweis im Gedächtnis gibt man automatisch so viel Energie, als wären es die gewünschten 100%. Das Gefühl, nicht die volle körperliche Auslastung zu gewähren, erleichtert den Fokus auf das Wesentliche, sodass man auch mit weniger Leistungskraft die Ziele erreichen kann. 

15. Hilfe suchen

Wenn der psychische und körperliche Druck aufgrund des Dauerstresses zur endgültigen Erschöpfung tendiert, dann ist es höchste Zeit, sich Hilfe zu holen. Dies kann in Form von professionellen Ärzten oder Therapeuten sein. Oder auch in Form von ruhigen Gesprächen mit Freunden oder Familienangehörigen. Oft tut es gut, sich einfach mal zu öffnen, die Gedanken mit jemand Außenstehenden zu teilen, um die Dauer-Frustration sprachlich aus dem Körper zu lassen. Niemand muss sich wegen Überforderung schämen. Es gibt niemanden, der alles zu jeder Zeit 100%ig schafft. Es gibt immer Hürden sowie Auf und Abs im Alltag. Unterstützung zuzulassen ist also ein wesentlicher Schritt, den Dauerstress schnellstmöglich loszuwerden.

ncl

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3 Antworten

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